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Zahnen beim Welpen: Symptome und beste Kauhilfen

PuppyPrep Team ~13 Min. Lesezeit
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Erst knabbert dein Welpe an deinen Fingern. Dann erwischt er den Schnürsenkel. Kurz darauf kaut er an Tischbeinen, Teppichkanten und Schuhen. Rund um den vierten Monat wirkt es deshalb oft so, als hätte das Training plötzlich einen Rückschritt gemacht.

Meist steckt etwas anderes dahinter: Dein Welpe zahnt. Der zweite starke Schub beim Beißen und Kauen hat eine körperliche Ursache. Er ist kein Zeichen dafür, dass dein Training gescheitert ist. Wie du mit dem Beißen selbst umgehst, erklären wir im Artikel Welpe beißt. Hier geht es um den Zahnwechsel, seine Symptome und passende Kauhilfen.

Beim Zahnen des Welpen lösen sich die Wurzeln der Milchzähne auf. Gleichzeitig drücken die bleibenden Zähne durch das Zahnfleisch. Das kann jucken, spannen und wehtun. Kauen verschafft deinem Welpen kurzfristig Erleichterung. Deshalb sucht er sich alles, was gerade erreichbar ist.

ℹ️ Einordnung: Die zweite Beiß- und Kauphase rund um den vierten Monat ist meist eine körperliche Reaktion auf den Zahnwechsel. Dein Welpe hat das bisherige Training nicht vergessen. Er braucht jetzt sichere Kaualternativen und weiterhin klare, ruhige Regeln.

In diesem Artikel findest du den Zeitplan für den Welpe Zahnwechsel, typische Warnzeichen und natürliche Kauhilfen. Du erfährst auch, wann eine Kontrolle in der Tierarztpraxis sinnvoll ist und wie du Möbel schützt, ohne deinem Welpen das notwendige Kauen einfach zu verbieten.

Der Zahnwechsel im Detail: Was passiert wann?

Hunde kommen zahnlos auf die Welt. Nach einigen Wochen bricht das Milchgebiss durch. Später fallen diese Zähne aus und werden durch das bleibende Gebiss ersetzt.

Die Milchzähne beim Welpen sind klein und sehr spitz. Sie brechen erst nach der ersten Säugephase vollständig durch und schonen die Mutterhündin damit in den ersten Lebenswochen. Das Milchgebiss besteht aus 28 Zähnen. Ein erwachsener Hund hat 42 bleibende Zähne.

Beim Zahnwechsel werden also nicht nur 28 Milchzähne ersetzt. Zusätzlich wachsen 14 weitere Zähne durch den Kiefer. Im Maul passiert in wenigen Monaten sehr viel. Das erklärt, warum viele Welpen in dieser Zeit unruhiger sind und deutlich mehr kauen.

Der Zeitplan für den Zahnwechsel

Der genaue Ablauf unterscheidet sich von Hund zu Hund. Bei größeren Rassen beginnt der Zahnwechsel oft etwas früher und ist schneller abgeschlossen. Kleine Rassen brauchen manchmal länger. Als Orientierung hilft dieser Zeitplan:

AlterEntwicklungsphaseWas genau passiert im Kiefer
3 bis 4 WochenDurchbruch der MilchzähneDie ersten kleinen, spitzen Milchzähne brechen durch das Zahnfleisch. Meist sind es die Schneidezähne.
6 bis 8 WochenVollständiges MilchgebissAlle 28 Milchzähne sind sichtbar. In diesem Alter zieht der Welpe meist in sein neues Zuhause.
3 bis 4 MonateBeginn des ZahnwechselsDie Wurzeln der Milchzähne lösen sich auf. Zuerst fallen meist die Milchschneidezähne aus.
4 bis 5 MonateHochphase des ZahnensDie Prämolaren, also die vorderen Backenzähne, und die großen Fangzähne wechseln. Diese Phase ist oft besonders schmerzhaft.
6 bis 7 MonateAbschluss des ZahnwechselsDas bleibende Gebiss mit 42 Zähnen ist vollständig. Der Kiefer festigt sich weiter.

Vom Ausfallen selbst bekommst du oft nichts mit. Viele Welpen verschlucken einen lockeren Milchzahn beim Fressen oder Spielen. Das ist normalerweise ungefährlich. Der kleine Zahn wird auf natürlichem Weg ausgeschieden. Manchmal findest du einen Zahn im Spielzeug oder auf dem Teppich.

ℹ️ Info: Das Milchgebiss deines Welpen hat 28 Zähne, das bleibende Gebiss 42. Während des Zahnwechsels fallen die Milchzähne aus. Gleichzeitig wachsen 14 zusätzliche Zähne durch den Kiefer.

Symptome erkennen: Leidet mein Welpe?

Der Zahnwechsel ist keine Krankheit. Angenehm ist er trotzdem nicht. Das Zahnfleisch kann jucken, anschwellen und empfindlich auf Druck reagieren. Dein Welpe kann dir das nicht sagen. Sein Verhalten zeigt aber oft recht deutlich, was gerade los ist.

Achte auf diese typischen Anzeichen, wenn dein Welpe zahnt:

  • Starkes Kaubedürfnis: Dein Welpe sucht ständig nach Dingen, auf denen er kauen kann. Der Druck massiert das juckende Zahnfleisch und kann helfen, lockere Milchzähne zu lösen.
  • Leichtes Zahnfleischbluten: Ein paar Blutspuren am Kauspielzeug oder leicht rötlicher Speichel sind beim Ausfallen eines Zahns meist normal.
  • Mehr Speichel: Die Reizung im Maul regt die Speichelproduktion an. Manche Welpen sabbern während dieser Zeit deutlich mehr.
  • Weniger Appetit oder zögerliches Fressen: Hartes Trockenfutter kann auf geschwollenem Zahnfleisch wehtun. Manche Welpen fressen vorübergehend langsamer oder lassen eine Mahlzeit stehen. Tipps zur richtigen Welpenernährung findest du in unserem ausführlichen Artikel.
  • Unruhe und Quengeln: Schmerzen können den Schlaf stören. Dein Welpe wandert herum, fiept oder reagiert schneller gereizt.
  • Fieber und Durchfall: Selten belastet der Stress des Zahnwechsels den Körper so stark, dass die Temperatur leicht steigt oder der Kot weicher wird. Stärkere oder anhaltende Beschwerden gehören abgeklärt.
  • Schmerzen im Bereich der Ohren: Nerven aus dem Kieferbereich können Schmerzen bis zu den Ohren weiterleiten. Manche Welpen kratzen sich dann häufiger am Ohr oder halten den Kopf schief.

Nicht jeder Welpe zeigt alle Symptome. Manche wechseln fast unbemerkt die Zähne. Andere brauchen mehrere Wochen lang mehr Ruhe, passende Kauartikel und etwas Unterstützung beim Fressen.

Wann zum Tierarzt?

Meist verläuft der Zahnwechsel ohne Probleme. Trotzdem lohnt sich ein regelmäßiger Blick ins Maul. So erkennst du früh, wenn ein Milchzahn nicht ausfällt oder sich eine Stelle entzündet.

In diesen Fällen solltest du einen Termin in deiner Tierarztpraxis vereinbaren:

  • Persistierende Milchzähne, auch Doppelzähne genannt: Der bleibende Zahn bricht bereits durch, der Milchzahn sitzt aber noch fest. Dadurch stehen zwei Zähne an derselben Stelle. Das kann Fehlstellungen, Druckstellen und Entzündungen verursachen. Manchmal muss der Milchzahn gezogen werden.
  • Starkes oder anhaltendes Zahnfleischbluten: Wenige Tropfen sind meist unproblematisch. Starkes Bluten, Eiter oder sehr rotes und deutlich geschwollenes Zahnfleisch sprechen dagegen für eine Verletzung oder Entzündung.
  • Fressunlust über mehr als 48 Stunden: Frisst oder trinkt dein Welpe wegen der Schmerzen kaum noch, kann er schnell zu wenig Flüssigkeit aufnehmen.
  • Starker Mundgeruch: Ein leicht metallischer Geruch kann vom Blut stammen. Fauliger oder ungewöhnlich strenger Geruch kann auf eine entzündete Wunde hindeuten.

🐾 Kontrolltipp: Persistierende Milchzähne kommen besonders häufig bei kleinen Rassen wie Chihuahua, Yorkshire Terrier und Malteser vor. Kontrolliere das Gebiss während des Zahnwechsels etwa einmal pro Woche. Achte vor allem darauf, ob ein bleibender Zahn neben einem noch festsitzenden Milchzahn wächst.

Natürliche Kauhilfen: Was wirklich hilft und sicher ist

Wenn dein Welpe alles ankaut, reicht ein Verbot nicht aus. Er braucht den Druck beim Kauen, um sein gereiztes Zahnfleisch zu entlasten. Gib ihm deshalb sichere Alternativen, die zu seiner Größe und Beißkraft passen.

Naturprodukte kommen ohne giftige Weichmacher, künstliche Farbstoffe und Mikroplastik aus. Trotzdem ist nicht jedes Naturmaterial automatisch für jeden Welpen geeignet. Beobachte deinen Hund beim Kauen und prüfe den Artikel regelmäßig.

Natürliche KauhilfeVorteileNachteile / Worauf du achten musst
KaffeeholzEs splittert nicht, sondern fasert weich auf. Kaffeeholz ist langlebig, kalorienfrei und reinigt die Zähne mechanisch.Für sehr kleine Welpen kann es anfangs zu hart sein. Abgelöste Fasern können auf dem Teppich liegen bleiben.
Hirschgeweih, halbiertEs hält lange, ist geruchlos und enthält Mineralien wie Calcium. Das freiliegende Mark macht es für viele Welpen interessant.Geweih ist sehr hart. Verwende für Welpen nur halbierte Stücke, damit sie am weicheren Inneren kauen können.
OlivenholzEs fasert ähnlich wie Kaffeeholz auf und enthält natürliche Öle, die gut für das Fell sind.Bei sehr kräftigen Kauern nutzt es sich relativ schnell ab.
Leder-KauartikelNaturbelassenes Rinderleder gibt beim Kauen etwas nach und massiert das Zahnfleisch. Es eignet sich auch für Zerrspiele.Das Leder darf nicht chemisch gegerbt sein. Verwende nur ausdrücklich naturbelassene Produkte.
Baumwollseile und TaueDie Fasern gelangen beim Kauen zwischen die Zähne. Ein angefeuchtetes Seil lässt sich kühlen oder einfrieren.Lange, lose Fäden dürfen nicht verschluckt werden. Sie können einen Darmverschluss verursachen. Lass deinen Welpen damit nicht unbeaufsichtigt.
Getrocknete RinderkopfhautSie ist zäh, wird durch Speichel langsam weicher und beschäftigt viele Welpen lange.Sie enthält Kalorien, die du von der Tagesration abziehen solltest. Außerdem kann sie deutlich riechen.

Der PuppyPrep-Tipp: Lege nicht alle Kauartikel gleichzeitig hin. Wechsle sie alle paar Tage. So bleiben die einzelnen Materialien interessant, ohne dass dein Welpe ständig etwas Neues braucht.

⚠️ Wichtig: Ein Kauartikel muss so groß sein, dass er seitlich noch aus dem Maul ragt. Passt er vollständig hinein, besteht Verschluckungs- und Erstickungsgefahr. Prüfe außerdem regelmäßig, ob sich größere Stücke gelöst haben.

Kauhilfen, die du vermeiden solltest

Nicht jedes Produkt mit der Aufschrift „Kauspielzeug“ eignet sich für einen zahnenden Welpen. Manche Materialien sind zu hart. Andere splittern, enthalten problematische Stoffe oder können verschluckt werden.

  • Gekochte Knochen: Gekochte Knochen von Rind, Schwein oder Geflügel können leicht splittern. Die Splitter können Maul, Speiseröhre und Magen-Darm-Trakt schwer verletzen.
  • Sehr harte Plastik- oder Nylonknochen: Daran können Milchzähne und neue bleibende Zähne abbrechen. Beim Kauen können sich außerdem kleine Kunststoffteilchen lösen.
  • Klassische Tennisbälle: Ihre raue Oberfläche wirkt beim Kauen wie Schmirgelpapier und kann den Zahnschmelz abreiben. Manche Modelle enthalten zudem Farbstoffe, die nicht für Hundespielzeug gedacht sind. Verwende stattdessen einen geeigneten Hunde-Gummiball.
  • Zu kleine Kauartikel: Alles, was vollständig in das Maul passt, kann verschluckt werden. Wähle die Größe so, dass das Stück an beiden Seiten sichtbar bleibt.
  • Ganze Geweihstangen: Für Welpenzähne sind sie oft zu hart. Nimm ein der Länge nach aufgeschnittenes, halbiertes Geweih. So erreicht dein Welpe das weichere Mark im Inneren.

Hausmittel und Tricks zur Schmerzlinderung

Kälte kann gereiztes Zahnfleisch beruhigen und die Schwellung reduzieren. Du brauchst dafür keine komplizierten Hilfsmittel. Wichtig ist nur, dass das Material sicher ist und du deinen Welpen beim Kauen beobachtest.

💡 Tipp: Ein gekühlter Kauartikel kann Zahnungsschmerzen für kurze Zeit lindern. Geeignet sind zum Beispiel ein gefrorener Waschlappen, eine gekühlte Karotte oder ein befüllbares Kauspielzeug aus dem Gefrierfach. Teste, welche Variante dein Welpe gut annimmt.

1. Der gefrorene Waschlappen

Feuchte einen sauberen Baumwoll-Waschlappen mit Wasser oder ungesalzener Fleischbrühe an. Wringe ihn aus und lege ihn für einige Stunden ins Gefrierfach. Der kalte Stoff kühlt das Zahnfleisch beim Kauen.

Bleib in der Nähe. Sobald dein Welpe Stoffstücke abreißt, nimmst du den Waschlappen weg. Lose Fasern und Stoffteile dürfen nicht verschluckt werden.

2. Gekühlte Karotten oder Gurken

Eine dicke, geschälte Karotte aus dem Kühlschrank ist ein kalorienarmer Kausnack. Sie bietet Widerstand, ohne so hart wie ein Knochen oder eine ganze Geweihstange zu sein. Auch ein größeres Stück gekühlte Salatgurke wird von vielen Welpen gut angenommen.

Wähle auch hier ein Stück, das nicht vollständig ins Maul passt. Kleine Reste räumst du rechtzeitig weg.

3. Der Eis-Kong

Fülle ein befüllbares Kauspielzeug, zum Beispiel einen Kong, mit Welpen-Nassfutter, etwas Hüttenkäse oder ungesüßtem Joghurt. Danach frierst du es ein. Dein Welpe muss die Füllung langsam herauslecken. Das beschäftigt ihn und kühlt gleichzeitig den Maulraum.

Rechne die Füllung zur täglichen Futtermenge dazu. Besonders bei kleinen Welpen machen zusätzliche Snacks schnell einen spürbaren Anteil der Tagesration aus.

4. Futter einweichen

Wenn dein Welpe Trockenfutter bekommt und plötzlich zögerlich frisst, kannst du es für 15 bis 20 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen. Die weichere Konsistenz belastet empfindliches Zahnfleisch weniger.

Prüfe trotzdem, ob andere Symptome dazukommen. Verweigert dein Welpe Futter und Wasser länger oder wirkt er krank, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

So schützt du deine Möbel und deine Nerven

Ein Tischbein aus Holz ist für einen Welpen kaum von einem erlaubten Kauholz zu unterscheiden. Er kennt den Wert deiner Einrichtung nicht. Du musst die Situation so gestalten, dass er möglichst oft die richtige Entscheidung treffen kann.

Management ist alles

Räume gefährdete und gefährliche Dinge weg. Schuhe kommen in den Schrank. Kabel gehören in Kabelkanäle oder außer Reichweite. Teppichfransen kannst du vorübergehend sichern. Je weniger unerlaubte Dinge dein Welpe erreicht, desto seltener musst du eingreifen.

Management ersetzt das Training nicht. Es verhindert aber, dass dein Welpe das Kauen an Möbeln jeden Tag weiter übt.

Die „Tausch“-Technik

Erwischst du deinen Welpen am Stuhlbein, bleib ruhig. Unterbrich ihn mit einem kurzen Signal wie „Aus“ und führe ihn sanft weg. Biete ihm sofort eine passende Alternative an, zum Beispiel sein halbiertes Hirschgeweih oder ein Kauholz.

Nimmt er den erlaubten Kauartikel, bestätigst du ihn ruhig. So lernt er, worauf er kauen darf. Lautes Schimpfen löst den Schmerz im Zahnfleisch nicht und zeigt ihm auch keine brauchbare Alternative.

Raum begrenzen

Du kannst deinen Welpen nicht ständig beobachten. Beim Duschen oder Kochen hilft ein sicher eingerichteter Welpenauslauf. Auch eine positiv aufgebaute Hundebox kann für kurze Ruhephasen geeignet sein.

Gib deinem Welpen dort einen Kauartikel, den du für diese Situation als sicher einschätzt. Artikel mit losen Fasern oder hohem Verschluckungsrisiko bleiben auch im begrenzten Bereich nur für beaufsichtigte Zeiten.

Bitter-Spray als letzter Ausweg

Ungiftige Anti-Kau-Sprays enthalten Bitterstoffe, zum Beispiel auf Basis von Apfelextrakt. Du kannst sie auf geeignete Fußleisten oder Möbelkanten auftragen. Teste vorher an einer unauffälligen Stelle, ob das Material die Behandlung verträgt.

Viele Welpen meiden den bitteren Geschmack. Das Spray ersetzt aber weder Training noch erlaubte Kauangebote. Es schützt höchstens einzelne Stellen, während dein Welpe lernt, welche Alternativen für ihn gedacht sind.

Zahnpflege von Anfang an: Früh übt sich

Der Zahnwechsel ist ein guter Zeitpunkt, um die Maulkontrolle in euren Alltag einzubauen. Wenn dein Welpe Berührungen an Lefzen und Zähnen früh kennenlernt, werden spätere Kontrollen und die Zahnpflege einfacher.

  • Maulkontrolle üben: Hebe täglich kurz und sanft die Lefzen an. Berühre einzelne Zähne und beende die Übung, bevor dein Welpe unruhig wird. Ein weiches Leckerli danach hilft beim positiven Aufbau.
  • Zähneputzen einführen: Sobald das bleibende Gebiss vollständig da ist, meist mit etwa 6 bis 7 Monaten, kannst du mit einer weichen Hundezahnbürste oder einem Fingerling beginnen. Verwende nur Hundezahnpasta, zum Beispiel mit Leberwurstgeschmack. Menschenzahnpasta ist ungeeignet. Enthaltenes Fluorid und besonders Xylit können für Hunde gefährlich oder giftig sein.
  • Mechanische Reinigung nutzen: Naturkauartikel wie Kaffeeholz oder Rinderkopfhaut können weichen Zahnbelag beim Kauen mechanisch abreiben. Sie ersetzen die regelmäßige Kontrolle und Zahnpflege nicht, können sie aber ergänzen.

Beginne langsam. Dein Welpe muss nicht am ersten Tag eine vollständige Zahnkontrolle oder langes Putzen aushalten. Wenige ruhige Sekunden sind am Anfang sinnvoller als eine Übung, gegen die er sich wehrt.

ℹ️ Info: Zahnprobleme gehören zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden bei erwachsenen Hunden. Über 80 % der Hunde über 3 Jahren haben Zahnerkrankungen. Regelmäßige Zahnpflege ab dem Welpenalter kann das Risiko für Entzündungen und spätere Zahnbehandlungen unter Narkose deutlich senken.

Fazit: Eine anstrengende, aber wichtige Phase

Das Zahnen verlangt dir Geduld ab. Dein Welpe zerstört den Schuh nicht aus Trotz. Er versucht, Jucken und Schmerzen im Maul zu lindern. Rund um den vierten Monat kann dieses Verhalten wie ein Rückschritt im Training aussehen. Meist ist es die körperlich bedingte zweite Kau- und Beißphase.

Bleib bei deinen Regeln, aber gib deinem Welpen eine echte Alternative. Sichere Kauartikel, etwas Kühlung und weicheres Futter können die belastenden Tage deutlich erleichtern. Kontrolliere sein Gebiss regelmäßig und lass Auffälligkeiten früh abklären.

Der Zahnwechsel geht vorbei. Bis dahin hilft ein klarer Alltag mehr als ständiges Schimpfen: Gefährliche Dinge kommen außer Reichweite, erlaubte Kauhilfen liegen bereit und dein Welpe bekommt genug Ruhe.


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